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Familie Dierdorf Gedanken
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Gedanken zu dieser Weltsinnloses und vieleicht sinnvolles zu dieser Welt, auf der wir alle leben.KinderfreundlichkeitJa, kinderfreundlich sind sie alle unsere Politiker. Die von der Regierung loben sich, was sie gegen den Widerstand der Oposition jetzt endlich Tolles durchgesetzt haben. Und die von der Oposition schimpfen, weil die Regierung ihre tollen Vorschläge einfach ignoriert. Nur das komische daran ist, es tut sich nichts.Na ja, wollen wir mal nicht so hart zu unseren Politikern sein. Das Kindergeld wurde ja angehoben. Nach 7 Jahren wieder eine Steigerung um 10,- EUR. Paralell zu den Kostensteigerungen. Im Endefekt war es nur ein "Inflationsausgleich". Es gibt auch ein Recht auf einen Kindergartenplatz. Aber wieviel der kostet, wo er ist und zu welchen Öffnungszeiten, das interessiert nicht. Ein Recht auf vernüftige Kindergartenplätze hat man nicht. Kindergärten, die Öffnungszeiten bieten, bei denen das erziehende Elternteil noch halbtags arbeiten kann findet man kaum. Gut, unsere Kinder sind aus dem Kindergartenalter raus. Dieses Problem haben wir nicht mehr. Halbtags arbeiten. Wenn man eine Halbtagsstelle findet hat man schon Glück. Eltern von kleinen Kindern, die halbtags arbeiten wollen, werden nicht so gerne eingestellt. Das Kind kann ja krank werden, dann bleibt die Mutter auch zuhause und so. Und was ist in den Ferien? Die Kinder den ganzen Tag alleine zuhause lassen? Wer das schon mal praktiziert hat, weis wie die Wohnung anschließend aussieht. Zuerst denkt man an einen Einbruch. Aber wenn man die lieben Kleinen dann erschöpft inmitten des Durcheinanders vorm Fernseher sitzen sieht, weis man, die lieben Kleinen haben sich nur etwas beschäftigt. Soviel zur Halbtagsarbeit. Aber es gibt noch diese allgemeine Kinderfeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Solange es in Deutschland Gerichte gibt, die Kindergärten aufgrund von Nachbarschaftsklagen schließen oder nicht zulassen, kann kein Politiker behaupten, dieses Land tue etwas für seine Kinder. In Deutschland gilt weiterhin das gute deutsche Gebot: Grünflächen nicht betreten, Eltern haften für ihre Kinder. Für so manchen sind Kinder gut zur Befriedigung der eigenen perversen Lust, aber als spielende und lachende Kinder auf dem Spielplatz sind sie unerwünscht. Doch was wäre unsere Welt ohne Kinder? TOT. Wir brauche unsere Kinder. Sie sollen die Welt weiterhin bevölkern, vielleicht besser zu dieser Welt sein als wir und unsere Eltern es waren. Sie sollen friedlich miteinander leben und selbst wieder Kinder haben. Doch wie ist die Wirklichkeit. Es gibt immer mehr Single-Haushalte, es gibt immer mehr kinderlose Paare und die Zahl der Einkindfamilien wächst. Und wer soll mal für unsere Renten aufkommen? Vielmehr für die guten Renten der Kinderlosen. Die hatten keine Zeiten, wo sie wegen der Kinder zuhause geblieben sind. Sie haben gearbeitet und jetzt einen Anspruch auf eine gute Rente, die von unseren Kindern erarbeitet werden muss. Unser Rentensysten benachteiligt ganz klar Familien mit Kindern. Die Erziehungszeiten, die auf die Rente angerechnet werden sind minimal. Wenn, wie bei uns, eine Mutter von vier Kindern zuhause bleibt und die Kinder erzieht, erwirbt sie keinen großen Rentenanspruch. Wenn die Kinder von der Schule oder vom Kindergarten heim kommen, ist eine Mutter da, die etwas gekocht hat und für die täglichen Probleme ein offenes Ohr hat. Es sind keine Schlüsselkinder, die die Fähigkeit zur Kommunikation verloren haben und nur noch agressiv auf ihre Umwelt reagieren. Aber dafür muss man als Opfer die Renteneinbußen bringen. Nur wenn wir mal alt sind, haben wir unsere Kinder und Enkel, die einem den Lebensabend nicht so langweilig werden lassen. Für die Kinderlosen bleibt nur noch das Altenheim in Bad Füssing. Vielleicht gibt es doch noch eine Gerechtigkeit auf dieser Welt. RentenDer alte Bismark hat sich was dabei gedacht, als er das Rentensystem erfand. Dieser Generationenvertrag basiert auf der einfachen Überlegung, dass die Alten eine Rente von ihren Kindern erhalten. Die moderne Businessgesellschaft hat dieses System aber total auf den Kopf gestellt.
GerechtigkeitGerechtigkeit. Gibt es so etwas überhaupt. Wer weiss. Oskar Lafontaine hat einmal gesagt, ein Weg zur Armut ist neben der Arbeitslosigkeit auch das Kinderkriegen und dann noch der Versuch, sie großzuziehen. Da ist schon was dran. Kinder sind mit finanziellen Einbußen verbunden.Es ist klar, mich hat keiner gezwungen, 4 Kinder in die Welt zu setzen. Also jetzt jammern ist nicht nötig. Gut, aber ein wenig Verständnis für Familien mit mehreren Kindern kann man schon erwarten. Schließlich sind es diese Kinder, die später einmal unserer aller Renten verdienen müssen. Nicht nur die von mir, sondern auch die Renten von Kinderlosen. Diese Kinder sollen uns im Alter betreuen und pflegen. Was ist aus dem Generationenvertrag geworden. Einige Leute schleichen sich davon. Sie kommen noch für die Renten ihrer Eltern auf. Aber die eigene Rente, dafür sind andere zuständig. Schließlich hat man ja viele Beiträge eingezahlt. Ja aber unser Rentensystem funktioniert nun mal nicht wie eine Sparkasse. Die Beiträge, die wir jetzt einzahlen, werden nicht angespart für unsere Renten, nein aus diesen Beiträgen werden die Rentenzahlungen unserer Eltern und Großeltern finanziert. Für unsere zukünftigen Renten müssen dann die Arbeitenden aufkommen. Also kurz gesagt: keine Kinder – keine Renten. ElternführerscheinZuerst bin ich fast vom Hocker gefallen. Da forderte ein Psychologe doch allen Ernstes die Einführung eines Elternführerscheins. Führerscheinkontrolle im Kreissaal, oder so. Aber bei genauem Hinterfragen, stellt man fest,
so abwegig ist das ja gar nicht. Wie weit ist es mit unserer Welt gekommen, dass wir einen Elternführerschein brauchen.
Die täglichen ProblemeEine geeignete Wohnung für eine 6-köpfige Familie zu finden ist nicht leicht. Es gibt nicht viele Wohnungen, die für eine so große Familie geeignet sind. Und wenn es eine Wohnung gibt, die groß genug ist, wird sie nicht an eine Familie mit 4 Kindern vermietet. Für viele Vermieter bedeutet "Familie mit 4 Kindern" soviel wie Lärm und Abbruchkommando. Natürlich, eine Familie mit 4 Kindern gehört nicht zu den ruhigen und leisen Mietern.
Finanzielle LageEine Familie mit 4 Kindern benötigt zum Unterhalt schon einen ganz schönen Betrag. Das sieht man, wenn man den Sozialhilfebetrags berechnet. Da kommt man schon über 2.000,- EUR.Dazu kommen noch die Kosten für das Auto, in unserem Falle sogar für 2 Autos. Wir wohnen auf dem Land, ohne einen akzeptablen öffentlichen Nahverkehr. Ein Auto ist erforderlich um auf die Arbeit zu kommen, das andere Auto ist erforderlich, um die Kinder zum Sport, zu Freunden, zum Arzt und Gott weiß wohin zu fahren. Das heißt, dass man schon auf etwa 3.000,- EUR netto kommen muss, um über dem Sozialhilfesatz zu liegen. Und davon legen sie noch etwas zurück für Urlaub oder bilden eine Rücklage falls die Waschmaschine kaputtgeht. Ja, die Waschmaschine. Die läuft so 1 bis 2 mal am Tag. Da hält so eine Maschine nicht ewig. Mit nur einem Kind kann man von einem Einkommen von 2.000,- EUR natürlich gut leben. Mit 4 Kindern ist für viele ein Besuch beim Sozialamt oder zumindest beim Wohnungsamt wegen Wohngeld kaum zu umgehen. Es gibt nicht nur Großverdiener unter den Familienvätern mit 4 Kindern. Natürlich steht einer Familie Sozialhilfe oder Wohngeld zu. Man sollte sich auch nicht schämen, diese staatlichen Hilfen zu beantragen. Wenn man sieht, wie hoch der Mindestbetrag zur Lebensführung ist, kann man sich vorstellen, wieviel Geld man auf die Seite legen kann, um zum Beispiel einen Urlaub zu finanzieren. Aber was kann man machen, um mit dem Geld gut über die Runden zu kommen?
Ein Schwank aus dem LebenGeschafft! Das Wohnzimmer ist durchgeputzt und die Fenster sind immer noch von Putzen vorhin sauber geblieben. Das hat nur geklappt, weil das Wetter endlich mal wieder so ist, dass die Kinder draußen spielen können. Noch den Putzeimer wegräumen, dann mal hinsetzen und eine Tasse Kaffee trinken.Rums! Das Geräusch lässt erkennen, das die Terrassentür aufgestoßen wurde. Ganz sicher mit Matschhänden an der Scheibe. Felix steht plötzlich in der Küche: "Ich will nur schnell was trinken", und schon ist er wieder verschwunden. Moritz ist auch schon da. Er will aber nur was essen. Was Süßes natürlich. Die Fußspuren, die die beiden hinterlassen, zeigen den kürzesten Weg vom Matschloch bis zur Küche. Schon steht Benni in der Tür und muß Pipi. Der Fleck in der Hose läßt nicht genau erkennen, ob es schon zu spät ist, oder ob es im Garten ein neues Matschloch gibt. Jetzt sind alle 3 Buben durch und es gibt keine Beweise mehr für ein geputztes Zimmer. Jetzt kommt auch noch der Hund herein und hinterläßt in den letzten sauberen Ecken des Zimmers die Spuren des herrlichen Matschlochs im Garten. Zum Glück ist Lisa in ihrem Zimmer. Das ist an dem Krach zu erkennen, der aus ihrem Zimmer kommt. Sie nennt es Musik. Aber das muntere Streiten, das aus einem der Zimmer der Buben kommt, übertönt den Lärm aus Lisas Zimmer. In solchen Momenten kommt schon mal der Wunsch nach einer einsamen Insel auf. Ganz ohne Kinder. Und ohne Hund. Aber das Leben mit 4 Kindern hat auch schöne Momente. Manchmal. Als ich bei einem sich nähernden Gewitter noch schnell ein Paar Sachen von der Terrasse geräumt habe, steht Lisa ängstlich in der Terrassentür und ruft: "Schnell Papa komm rein, sonst verwitterst du noch". Als ich an Weihnachten eine Tannengirlande aufhängen will, sagt Lisa: "Das ist aber ein komischer Tannenbaum". Daraufhin erwidert Moritz altklug: "Warte doch erst mal bis er aufgespannt ist". Tja, mit den Kindern erlebt man immer was. Langeweile kommt nicht auf. Ruhe auch nicht. Erst abends ab 22 Uhr. Aber da ist man dann selbst so fertig, dass man müde ins Bett fällt. Inzwischen sind die Kinder größer geworden. Und mit den Kindern wachsen auch die Probleme. Wir müssen 4 mal die Pupertät der Kinder durchmachen. Und dabei bekommt man keine Routine. Jezt kommen die Führerscheine und die dazugehörigen Kosten. Und bald kommen vieleicht die Enkel. Dann geht es wieder los mit den kleinen Kindern. Mit einem Unterschied - die können wir abends wieder zurückgeben - hoffentlich. |
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